Sebastian Nüsse stärkt die Klasse 9.7
Bereits zum dritten Mal besucht Sebastian Nüsse die Heinrich-Böll-Gesamtschule. Bereits zum dritten Mal besucht er die Klasse im Langzeitpraktikum und motiviert die, die dank ihrer wiederentdeckten Motivation vor einem endlich erfolgreichen Abschluss ihrer Schulzeit stehen.
Dass das gerade Sebastian macht, bleibt wichtig, denn er kehrt damit an den Ort Schule zurück, den er biographisch nach erheblichen Erfolgen hinter sich gelassen hat. Wie die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9.7 hat auch der Coach Sebastian für sich entschieden, einen neuen Weg einzuschlagen. Hin zur Praxis und zur Stärkung! Hin zur Motivation derer, die ansonsten mehr oder weniger brav in den Stuhlreihen sitzen, um eben alles Mögliche zu lernen, aber meist nicht für das Leben selbst zu lernen.
Wenige Tricks und kleine Übungen reichen aus, um aufzuzeigen, wie eingefahren nicht nur der Blick der Schule ist, sondern auch der Blick derer, die diese besuchen. Es geht weniger um Stärken und Talente, noch weniger um intrinsische Motivation, sondern meist nur um Defizite, Schwächen und die Abweichung vom Richtigen.
Als Klassenlehrer der 9.7 konnte ich meiner Klasse sehr bewusst in Aussicht stellen, dass da jemand kommt, der sie sieht, der sie nur in dem sieht, was meist für die Schüler verborgen bleibt: Der Blick dieser MasterClass gehört allein den Stärken und den eigenen Talenten. Kein Bewertungsbogen mit lauter Abweichung vom Richtigen und rot markierten Fehlern. Keine Schulnote, die nicht selten als nicht ausreichend gilt.
Es geht um die, um die es in Schule gehen sollte: Um die Schülerinnen und Schüler selbst. Es geht darum, sie zu stärken, sie sozial zu bestärken – vor allem analog und digital in einer angeblich sozialen Welt, die oft alles andere als sozial ist. Es ging und geht Sebastian Nüsse weniger um Verbote und Lerninhalte, als um das Gebot zur eigenen Wahrnehmung. Warum ist das wichtig? Sebastian Nüsse beantwortet es selbst auf seiner Homepage:
„KINDER, DIE WIR UNTERSTÜTZEN UND ACHTEN, WERDEN ZU ERWACHSENEN, DIE ANDERE UNTERSTÜTZEN UND ACHTEN.“
Das gilt für Kinder, das gilt für Jugendliche. Das gilt im Grunde genommen für alle Menschen. Das gilt vor allem in einer Welt, die ständige Verfügbarkeit bei ständigen Vergleichen und Urteilen abverlangt.
Die MasterClass war genau das, was ich den Jugendlichen in Aussicht stellte: Eine coole, enorm positive und motivierende Veranstaltung. Vielen Dank an unseren fast schon traditionellen Coach an der Heinrich-Böll-Gesamtschule!
Klasse 9.7 & Herr Gutsche



























